Der Ort Pucisca (Pučišća)

Für den normalen Urlauber erfordert es ersteinmal etwas Übung, den Namen richtig auszusprechen...
Das ändert aber nichts an dem urtypischen mediterranen Ort, der zugleich der Größte auf der Insel ist. Pucisca liegt verborgen in den Buchten und über dem Hafen wurden die Häuser auf steilen Lichtungen gebaut.
Die Täler hingegen bleiben weitgehend unbebaut. Die Riva des Ortes wurde damals nur von wohlhabenden leuten bewohnt, Bauern hatten hier nichts zu suchen.
Die großen uns geräumigen Häuser zeigten wie gut es den Bauherren ging. Im Hafen sind damals die ersten Gebäude mit Stielelementen gebaut worden. Das verleiht der Siedlung einen besonderen Chartakter.
Im Ort wird großer Wert auf die Entwicklung des Tourismus gelegt. Viele Ferienunterkünfte, ein Hotel, Restaurants und Cafes möchten den Besuchern zur Einkehr bitten.
Wie einige andere Orte auf Brac lebt der Pucisca von den Steinen. Die Steinmetzkunst und das Handwerk hat hier eine lange Tradition, die Steine die aus den Steinbrüchen der Umgebung kommen sind weltbekannt und beliebt.
Die Geschichte von Pucisca
Bereits im 11. Jhd. entstand hier eine römiche Siedling, Funde wie der Jupitealtar und eine römische Grabstelle zeugen davon. In dieser Zeit befanden sich auch ein Bewnedikterkloster und eine altchristliche Kirche im Ort.
In der Nähe gab es eine weitere Siedling (Pusiski dolac), diese hatte einen Wassertümpel und eine Quelle in der Nähe, vermutlich gab es dort auch Hirtenbehausungen und die Tierzucht gehörte zum Alltag. Durch die häufigen Piratenüberfälle zogen sich die Bewohner tiefer in das Hinterland zurück.
Erst nach 1420 wurde es langsam ruhiger und die Bewohner kamen vom inneren der Insel in die Bucht zurück.
Wegen der guten Befestigung konnte z.B. 1571 der Überfall der Türken erfolgreich zurückgeschlagen werden. Auch heute noch sind einige der Befestungsanlagen zu sehen.
Sehenswürdigkeiten
Im Pfarramt des Ortes wird die älteste Urkunde in kroatischer Sprache, aus dem Jahre 1184 aufbewahrt.
Bei den Kastelen ist ein schönes Renaissancegebäude zu sehen, die Kastele selbst stammen noch aus den unruhigen Zeiten. Die Pfarrkirche des Ortes stammt aus dem Jahre 1566, im Jahre 1750 wurde diese vergrößert und und renoviert.
Der Holzaltar des hlg. Antonius ist der schönsten auf der Insel, ebenfalls sehr wertvoll ist das Altarbild des hlg. Rochus.
Im Ort befindet sich auch das etnografische Heimatmuseum im Kastil, dieses sollten Sie ebenfalls unbedingt einen Besuch abstatten.